 Hier finden Sie Informationen zu Leben und Werk des japanischen Reformpädagogen Tsunesaburo Makiguchi (1871-1944). Wie sein "amerikanischer Gegenpart" John Dewey (Bethel) schlug Makiguchi in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts alternative und für sein Land revolutionäre Erziehungskonzepte vor, die sich gegen die Tendenzen einer damals im japanischen Erziehungswesen vorherrschenden staatstragenden "idealistischen Pädagogik" richteten. Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts standen ihm dabei die Gefahren, die sich aus einer erfahrungsarmen, nach "außen" und "oben" hin orientierten Erziehungskultur für die Entwicklung der gesamten japanischen Gesellschaft ergaben, deutlich vor Augen und er versuchte diesen Gefahren zeitlebens gegenzusteuern. Makiguchi bewahrte sich seine pazifistisch-progressiven Überzeugungen auch in Zeiten größter politischer Oppression und starb 1944 als Gegner der japanischen Militärpolitik in Kriegshaft. Das Bild zeigt Tsunesaburo Makiguchi um das Jahr 1920.
|